Aktuelles
In der Selbstdarstellung beschreibt sich das Örtchen Tostedt
als "ein attraktiver Wohn- und Geschäftsort wenige Kilometer
südwestlich von Hamburg", dessen "EinwohnerInnenzahl stetig
ansteigt". Stetig ansteigen tun dort aber auch neofaschistische
Überfälle und andere Nazi-Aktivitäten.
Seit Ende der 1980er Jahre gehört die Region um Tostedt zu den
Schwerpunktgebieten extrem rechter Aktivitäten. Dort waren nicht
nur die FAP oder "Blood & Honour" zuhause, dort kam es auch immer
wieder zu heftigen Auseinandersetzungen mit Nazis und brutalen
Überfällen durch
Nazis. Heute rangiert Tostedt in der Statistik "rechtsextremer Straftaten" in Niedersachsen an erster Stelle.
Die Gewalt mit der die Neonazis dabei vorgehen, erreichte am 23. Mai
2010 eine neue Dimension: Bei einem nächtlichen Angriff in
Wistedt versuchten mehr als ein Dutzend Neonazis die Wohnung eines
nichtrechten Jugendlichen zu stürmen, dabei setzen sie neben
Knüppeln auch Schaufeln als Waffen gegen die Jugendlichen die sich
in der Wohnung befanden ein.
Die Neonazis verletzten dabei mehrere Menschen teils schwer.
Die rechten Täter entstammen alle aus der Naziszene rund um den
Szeneladen "Streetwear Tostedt", der vom dem verurteilten
Totschläger Stefan Silar betrieben wird. Rechtsorientierte
Jugendliche und Neonazis sind in den örtlichen
Kameradschaften"Gladiator Germania", "Nationaler Widerstand Tostedt"
und "Freie Kameradschaft Bucholz" eingebunden.
Neofaschistische Strukturen konnten sich durch in einem Klima der
Angst, Ignoranz, des Wegschauenes aber auch der nicht nur
klammheimlichen Unterstützung etablieren.
Was ist los in Tostedt?
Infoveranstaltung zu den Naziaktivitäten und Strukturen in
Tostedt, wie diese sich dort etablieren konnten und was dagegen getan
werden kann.
Mit Antifaschist_innen aus Tostedt und der Antifaschistischen Aktion Lüneburg / Uelzen
Antifa-Cafe
18.30 Uhr VoKü
19.30 Uhr Veranstaltung
Infocafe Anna & Arthur
Katzenstraße 2
Lüneburg